Viele Bürger*innen möchten Flüchtende der Ukraine helfen. Die Stadt Twistringen schafft im Landkreis Rahmenbedingungen, um möglichst vielen Flüchtenden aus der Ukraine helfen zu können.

Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung!

So können Sie helfen: Benötigt werden nicht nur Unterkünfte, sondern auch sogenannte Alltagshelfer, die bei Behördengängen oder Einkäufen unterstützen, Sachspenden, wie Kleidung, Bettdecken und  Kinderspielzeug, sowie Dolmetscher. Bitte lesen Sie sich die FAQs gründlich durch, bevor Sie das Helfer-Formular ausfüllen. Aktuell wird jede Hilfe dringend gebraucht.

Gemeinsam solidarisch gegen den Krieg.

Die wichtigsten Fragen

Bitte lesen Sie sich die unten stehenden Fragen durch. Flüchtende bei sich aufzunehmen bring eine große Verantwortung und Verbindlichkeit mit sich. Wir haben hier die wichtigsten Fragen für Sie zusammengefasst.

Wie lange kann / muss  ich Unterkunftsuchende aufnehmen können?
Im Formular können Sie Zeiträume ab 8 Wochen wählen.

 

Wie nehme ich Kontakt mit den Unterkunftsuchenden auf?
Wir werden Kontakt mit Ihnen aufnehmen via Mail oder Telefon, wenn wir einen Match vornehmen können.

 

Brauche ich Sprachkenntnisse?
Geben Sie Ihre Sprachkenntnisse an. Aufgrund der aktuellen Notsituation müssen wir uns in vielen Fällen auch ohne gemeinsame Sprachkenntnisse behelfen. Sollten Sie gemeinsame Sprachkenntnisse wünschen, können Sie dies in der Nachricht angeben.

 

Wie sind die Rechtsverhältnisse?
Nach Rücksprache mit Ihnen teilen wir Ihnen Kontaktdaten von Unterkunftsuchenden aus der Ukraine mit. Darüber hinaus gehen Sie mit uns kein Vertragsverhältnis ein. Sie leisten an uns keine Zahlungen.

 

Was geschieht mit meinen eingegebenen Daten?
Die Daten werden von der uniqwork GmbH ausschließlich für die Zwecke dieser Initiative erhoben und gespeichert und dienen lediglich dazu, das Matching zu Anfrage für Unterkünfte und die Kontaktherstellung zu ermöglichen. Hohe Datenschutzstandards sind für uns selbstverständlich. Diese können Sie unserem Datenschutz entnehmen.

Alltagshelfer können sporadisch die Begleitung und Beschäftigung von Flüchtenden in deren Alltag übernehmen.

Es geht dabei nicht um pflegerische Tätigkeiten, sondern um die Unterstützung bei der Alltagsgestaltung und -bewältigung (zum Beispiel Gespräche, Spaziergänge, Spiele, Begleitung zu Seniorengruppen, Hilfen im Haushalt oder im Garten). Damit zählt ein Alltagshelfer zu sehr guten Entlastungsangeboten für die Stadt Twistringen, die Organisatoren und unterstützen die Flüchtende sehr in Ihrem Alltag. Die Aktivitäten nehmen nicht viel Zeit in Anspruch aber helfen in jeder Hinsicht sehr. Dazu gehören folgende Tätigkeiten:

  • Unterstützung beim Einkaufen, kleiner Übersetzungstätigkeiten (hier hilft Google Translator sehr gut https://translate.google.com/?sl=de&tl=uk&op=translate&hl=de)
  • Unterstützung beim Gang / Fahrt zum Rathaus, oder Artzbesuch
  • Malen und basteln
  • Handwerkliche Arbeiten und leichte Gartenarbeiten
  • Kochen und backen
  • Musik hören, musizieren, singen
  • Brett- und Kartenspiele
  • Spaziergänge und Ausflüge
  • Bewegungsübungen und Tanzen in der Gruppe
  • Besuch von kulturellen Veranstaltungen, Sportveranstaltungen Gottesdiensten und Friedhöfen
  • Lesen und Vorlesen

Bei Fragen melden Sie sich bei unseren Ansprechpartnern der Stadt Twistringen (Siehe Verlinkung der Webseite)

Kann ich mir aussuchen, wen ich bei mir beherberge (Geschlecht, unbegleitete Kinder, Familien, Altersgruppen, etc.)?
Sie bekommen einen Vorschlag, welche Personen Ihr Angebot auf Unterkunft gerne annehmen möchten. Sie können das jeweils ablehnen.

 

Nach welchen Kriterien erfolgt die Zuordnung?
Die Zuordnung erfolgt nach den Angaben zum Bedarf an Betten und den entsprechenden Verfügbarkeiten. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir auf Ihre Wünsche nur bedingt eingehen können.

 

Wie läuft das Matching ab?
Zuständige Mitarbeiter der Stadt Twistringen werden sich im Falle eines Matchings Kontakt zu Ihnen aufnehmen, um alles weitere zu besprechen. 

 

Gibt es zuvor ein Kennenlernen?
Da es für die Flüchtenden einen akuten Bedarf gibt, eine Unterkunft zu finden, ist ein Kennenlernen vorab leider nicht möglich.

 

Was passiert, wenn es während der Beherbung zu Problemen kommt? Kann ich die Beherbung in diesem Falle früher abbrechen?
Sofern es zu Problemen kommt, ist es in jedem Fall möglich, die Beherbergung frühzeitig abzubrechen. Hierzu wenden Sie sich an unsere Ansprechpartner der Stadt Twistringen, die auf unserer Webseite ausgeschrieben sind.

 

Was geschieht nach der Notfall-Beherbung mit den Menschen? Wie geht es nach der von mir angegebenen Zeit mit den Menschen weiter, die ich beherbergt habe?
Sofern Sie sich dazu entscheiden, Menschen bei Ihnen zu beherbergen, bitten wir Sie, sich eigenständig mit ihnen über ihren weiteren Bedarf abzustimmen. Sofern Sie selbst Ihre Unterkunft nicht weiter anbieten können und auch niemanden kennen, der das im Anschluss übernehmen kann, setzen Sie sich gern wieder mit Verantwortlichen der Stadt in Verbindung.

 

Kann ich einen bestimmten Zeitraum für die Aufnahme der Flüchtenden angeben?
Ja, das ist über das Helfer-Formular möglich

 

Wann und wie schnell kommen die Flüchtenden bei mir an?
Da das Ankommen von Flüchtenden in Deutschland aktuell nur wenig überschaubar ist, können wir dazu keine verlässliche Aussage treffen. Jeder Ankunftstermin ist möglich.

 

Welche Ausstattung/Möblierung ist notwendig, um Menschen aufnehmen zu können? (z.B. Schlafcouch statt Bett, Wohnzimmer mit Matratzen ausstatten, etc.)
Es bestehen keine besonderen Anforderungen an die Ausstattung. Bei der Registrierung auf der Webseite können Sie gerne angeben, wenn Sie nur eine Bett, Schlafcouch o.ä. zur Verfügung stellen können. Dennoch sollten die von Ihnen zur Verfügung gestellten Unterkünfte voll funktionsfähig sein, mit Strom und fließend Wasser und einen gewissen Komfort bieten, da die Flüchtenden dort für mehrere Woche unterkommen müssen. 

Die wichtigsten Fragen zur Einreise in Deutschland als Kriegsflüchtling sind hier aufgelistet: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/faqs/DE/themen/ministerium/ukraine-krieg/faq-ukraine-artikel.html

Sind eine Einreise und ein vorübergehender rechtmäßiger Aufenthalt kurzfristig sichergestellt?
Ja. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat hat eine Rechtsverordnung erlassen, mit der aus der Ukraine Vertriebene im Bundesgebiet vorübergehend vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit werden. Sie ist am 9. März 2022 in Kraft getreten und ist rückwirkend zum 24. Februar 2022 anwendbar.

Die Verordnung dient dazu, die Einreise und den Aufenthalt der Betroffenen zu erleichtern und den Vertriebenen die Möglichkeit und die erforderliche Zeit für die Einholung eines Aufenthaltstitels im Bundesgebiet zu geben und sie damit vor dem Hineinwachsen in einen unerlaubten Aufenthalt zu schützen.

Die Regelung ist zunächst bis zum 23. Mai 2022 befristet. Innerhalb dieses Zeitraums muss eine Antragstellung bei der zuständigen Ausländerbehörde zur Erteilung eines Aufenthaltstitels nach § 24 AufenthG erfolgen.

Quelle: https://www.niedersachsen.de/startseite/themen/krieg-in-der-ukraine-fragen-und-antworten-209095.html

Sozialleistungen / Medizinische Versorgung
Sollten aus der Ukraine vertriebene Personen hilfsbedürftig sein, zum Beispiel in Bezug auf Unterkunft, Verpflegung oder medizinische Versorgung, wird dies durch die Behörde als Asylgesuch gewertet. Dann besteht grundsätzlich eine Leistungsberechtigung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das Asylverfahren wird jedoch durch das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zunächst nicht weiter betrieben, da grundsätzlich die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG zum vorübergehenden Schutz (siehe oben) angestrebt wird.

Wird eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG erteilt, besteht ebenfalls eine Leistungsberechtigung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Wenn bei der ersten Vorsprache in der Kommune direkt ein Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG gestellt wird und die betroffene Person grundsätzlich unter den vom EU-Ratsbeschluss umfassten Personenkreis fällt, ergibt sich im Falle der Hilfsbedürftigkeit ebenfalls eine Leistungsberechtigung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Die Grundleistungen umfassen insbesondere die Deckung der Bedarfe an Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheitspflege und Gebrauchs- und Verbrauchsgütern des Haushalts.

Zusätzlich werden Leistungen zur Deckung persönlicher Bedürfnisse des täglichen Lebens sowie Leistungen im Falle einer Erkrankung gewährt. Im Krankheitsfall werden gemäß § 4 AsylbLG - Asylbewerberleistungsgesetz die zur Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände erforderlichen ärztlichen und zahnärztlichen Leistungen einschließlich der Versorgung mit Arznei- und Verbandmitteln gewährt.

Darüber hinaus können gemäß § 6 AsylbLG weitere Leistungen gewährt werden, unter anderem wenn sie im Einzelfall zur Sicherung der Gesundheit unerlässlich sind oder wenn bei Betroffenen besondere Bedürfnisse vorliegen. Für die Gewährung der Leistungen müssen Sie sich an das örtliche Sozialamt wenden (Link: Landessozialämter, Bürgerportal Niedersachsen). Im Falle eines medizinischen Notfalls können sie direkt ein Krankenhaus aufsuchen. Die Übernahme der Kosten erfolgt dann im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften im Nachhinein.

Weitere Informationen: medizinische Versorgung von Geflüchteten. Sprachmittlung zu Fragen der Gesundheit und medizinischen Betreuung bietet das Ethno-Medizinische-Zentrum.

 

Meldepflicht bei der Meldebehörde
Für Ukrainerinnen und Ukrainer, die aufgrund der Situation bei Verwandten, Freunden oder anderen Unterstützenden wohnen und in einer Erstaufnahmeeinrichtung keinen Asylantrag gestellt oder eine sonstige zugewiesene Unterkunft bezogen haben, gilt eine Meldepflicht bei der Meldebehörde erst nach Ablauf einer Frist von drei Monaten. Die betroffene Person hat sich dann mit ihrer aktuellen Anschrift bei der für sie zuständigen Meldebehörde (Gemeinde oder Stadt) anzumelden.

Unabhängig von der gesetzlichen Verpflichtung zur Anmeldung gibt es aber immer die Möglichkeit, sich bereits vor Ablauf von drei Monaten freiwillig bei der Meldebehörde anzumelden. Eine Anmeldung kann für die Inanspruchnahme von bestimmten Leistungen erforderlich sein.

 

Corona-Schutzimpfung
Gemeinsam mit den Kommunen und Landesaufnahmebehörden plant das Land Niedersachsen Impfaktionen für Geflüchtete. Alle in Deutschland zugelassenen Impfstoffe sind sicher und hoch wirksam. Wer nicht in einer Landesaufnahmestelle sondern privat, etwa bei Angehörigen oder Bekannten untergebracht ist, hat die Möglichkeit, sich bei einem kommunalen Impfangebot oder in einer Arztpraxis impfen zu lassen. Wo es in Ihrer Nähe Impfangebote gibt, erfahren Sie auf der Seite Impfen-Schuetzen-Testen.de.

 

Arbeit
Während des visumfreien Aufenthalts darf keine Arbeit aufgenommen werden. Sobald eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Aufenthaltsgesetz (siehe oben zum Punkt „Aufenthaltserlaubnis“) erteilt wird, ist eine Beschäftigung erlaubt.

 

Kinderbetreuung und Schule
Kinder und Jugendliche aus den ukrainischen Kriegsgebieten können und sollen in Niedersachsen unterschiedliche Bildungs- und Betreuungsangebote nutzen. Wie alle Kinder und Jugendlichen haben auch geflüchtete Kinder und Jugendliche ein Recht auf kostenlose Betreuung, kostenlosen Schulunterricht oder eine berufliche Bildung durch den Staat – je nach ihrem Alter. Informationen über Möglichkeiten der Kinderbetreuung, das Bildungssystem sowie Sprachförderung finden Sie hier: Kinderbetreuung und Schule in Niedersachsen.

Als Helfer eintragen

Die Stadt Twistringen geht im Falle der Aufnahme von Flüchtlingen auf Ihr Angebot zurück und nimmt Kontakt mit Ihnen auf. Bei Fragen melden Sie sich an die Verantwortlichen der Stadt oder unter ukrainehilfe@twistringen.de oder auf unserer Homepage Stadt Twistringen.

Sie können Ihr Angebot jeder Zeit zurückziehen.

In dem folgenden Formular können Sie sich als Helfer eintragen. Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Ihre Daten werden mit Diensten von Google verarbeitet, so dass personenbezogene Daten in der USA verarbeitet werden können. Mehr zum Datenschutz finden Sie hier.

Bereits eingetragene Helfer

Wir bedanken und bei allen Helfer*in, die uns tatkräftig unterstützen und selbstlos ihre Hilfe anbieten.